Forex

Was ist Forex oder Devisenhandel?

Der Handel mit Devisenpaaren ist der größte und zugleich liquideste Markt der Welt. 2018 betrug der durchschnittliche Tagesumsatz 5,3 Billlionen Dollar. Der Handel findet an der Forex (Foreign Exchange Market) statt, wobei es sich nicht im klassischen Sinn um eine Börse handelt. Der Handel findet überwiegend im Interbankenmarkt zwischen den Marktteilnehmern statt.

Bis vor einigen Jahren hatten private Investoren so gut wie keine Möglichkeit, diesen Forex-Handel für sich zu nutzen, da die Volumina zu groß waren. Erst seit Auftreten sog. Forex-Broker hat auch der Kleinanleger die Möglichkeit, sich über Differenzkontrakte oder CFD’s (Contracts for Difference) auf diesem Markt zu bewegen.

Die Vorteile des Devisenhandels

Ein großer Vorteil des Tradens mit Devisenpaaren liegt darin, dass der Forex-Markt aufgrund der schieren Größe kaum manipuliert werden kann. Bei marktengen Aktien hingegen kann schon mal der Kauf oder Verkauf relativ kleiner Positionen den Kurs stark beeinflussen. Ein weiterer Aspekt, der gerade für Berufstätige von Vorteil ist, kann darin gesehen werden, dass der Handel von Sonntag 23 Uhr bis Freitag 23 Uhr (MESZ) stattfindet. So sind Sie in der Lage, auch nach Feierabend noch handeln zu können. In aller Regel können Sie aber davon ausgehen kann, dass nach 18 Uhr keine größeren Bewegungen mehr stattfinden. Das muss für den Anfang aber kein Nachteil sein.

Was wird gehandelt?

Gehandelt werden Währungspaare, z.B. Euro/Dollar. Aber auch der Handel mit Indices (DAX, Dow Jones, S&P 500, Nasdaq 100, etc.) ist möglich. Gewinne entstehen dann, wenn der Trader mit seiner Einschätzung steigender oder fallender Kurse richtig liegt. Preisänderungen werden hierbei in Pips angegeben. Pip bedeutet „percentage in point“ und wird durch die 4. Nachkommastelle des Kurses bestimmt.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Beträgt der Kurs des Währungspaares EUR/USD 1,1624 und steigt der Euro gegen den Dollar auf 1,1672, beträgt der Gewinn des auf steigende Notierungen spekulierenden Anlegers 48 Pips. Fällt der Kurs jedoch von 1,1624 auf 1,1580, verliert der Trader 44 Pips. Genauso ist es aber möglich, auf fallende Kurse zu spekulieren, was im zweiten Fall dann 44 Pips Gewinn bedeutet hätte.

Was bedeutet dies nun in absoluten Zahlen bzw. welchen Wert hat ein Pip? Nun, das kommt darauf an, wieviel Kapital und welchen Hebel der Trader einsetzt. Ein Trader, der am Anfang steht und gerade mit dem Handeln begonnen hat, sollte hier immer die minimal mögliche Größe verwenden.

Welche Positionsgröße sinnvoll ist

Die „Positionsgröße“ gibt an, mit wieviel Einheiten der Basiswährung gehandelt wird.
Die Standardgröße wird als „Lot“ bezeichnet und beträgt 100.000 Einheiten der Basiswährung, in unserem Beispiel also 100.000,– Euro.
Für kleinere Konten gibt es auch die Varianten Mini-Lot (10.000 Einheiten) und Micro-Lot (1.000) Einheiten.
Bewährt hat sich die Formel, dass Sie pro 2.500,– Euro Handelskapital jeweils mit einem Micro-Lot starten, also mit 0.01 Lot. Hat Ihr Konto einen Stand von 5.000,– Euro erreicht, können Sie die Lot-Anzahl auf 0.02 erhöhen, bei 7.500,– Euro dann auf 0.03 Lot usw.

In der nachfolgenden Berechnung gehen wir vom minimalen Einsatz aus, das bedeutet, wir setzen auf unserer Handelplattform den Wert von 0.01 Lot  als Positionsgröße ein.

Bei dieser Einstellung beträgt der Wert eines Pips rund 8 cent.

Das mag sich nun nicht viel anhören, was in absoluten Zahlen auch stimmen mag. Prozentual jedoch eröffnen sich hier Welten. Mal angenommen, Sie haben schon viel über Forex gehört und finden es spannend, sich an diesem Markt zu beteiligen, dann können Sie bei geeigneten Brokern bereits mit 250,– Euro ein Konto eröffnen. Sie vermuten, dass der Euro zum Dollar steigt und eröffnen einen Trade mit einem Einsatz von 0.01 Lot. Ihre Einschätzung war richtig und EUR/USD steigt von 1,1635 auf 1.1735.

So kann sich Ihr Gewinn entwickeln

Sie haben 100 Pips gewonnen, Glückwunsch! Absolut gesehen haben Sie zwar „nur“ 8,– Euro gewonnen, prozentual aber hat sich Ihr Kapital um gut 3% auf 258,– Euro erhöht. Solche Trades dauern manchmal nur einige Stunden.
Bei der aktuellen Lage am Kapitalmarkt mit Verzinsungen eines Tagesgelds von 0,3% im Jahr können Sie sich leicht ausrechnen, dass Sie mit klassischen Geldanlagen mehrere Jahre brauchen, um aus 250,– Euro 258.– Euro zu machen.

Sollte es Ihnen gelingen, einen solchen Trade innerhalb eines Monats noch 20x zu platzieren, hätten Sie Ihr eingesetztes Kapital verdoppelt. Diese Faszination macht es so spannend, mit dem Forexhandel zu beginnen.

Aber Vorsicht: Genauso gut können Sie Trades verlieren, was völlig normal ist und sich nicht vermeiden lässt. Im ungünstigsten Fall löst sich Ihr Konto nach ein paar Trades in Luft auf. Entscheidend ist hier ein venünftiges Money-Management und der Einsatz eines sog. Stopp-Loss, mit dem Sie Ihre Verluste begrenzen, sollten Sie mal daneben liegen. Beachten Sie hierzu bitte auch die Seite Risikohinweise.

Wie geht es weiter?

In diesem Blog möchte ich Ihnen Strategien und technische Hilfsmittel an die Hand geben, damit Sie im Lauf der Zeit ein erfolgreicher Trader werden. Sie werden im Lauf der Zeit wertvolle Erfahrungen gewinnen, postive wie auch negative. Aber ich garantiere Ihnen, spannend wird es zu jeder Zeit sein.

In diesem Sinne, starten Sie die Jagd nach den Pips !

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Trades.

Ihr
Investmentdoktor
Andreas Orth

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.