Stochastik IndikatorWozu gehört der Stochastik-Indikator?

Der Stochastik-Indikator zählt zur Familie der Oszillatoren. Als Stochastik bezeichnet man ein mathematisches Verfahren, um Wahrscheinlichkeiten zu berechnen.

Wie funktioniert der Indikator?

Bei der Verwendung als Indikator und Signalgeber in einem Chart nutzt man folgende Beobachtung:

Die Schlusskurse in Aufwärtsbewegungen liegen nahe bei den Tageshöchstwerten. In Abwärtsbewegungen hingegen zeigt sich, dass die Schlusskurse nahe den Tagestiefkursen liegen.

Wie sieht der Stochastik-Indikator im Chart aus?

Dargestellt wird der Stochastik-Indikator durch zwei Linien. Die sog. %K-Linie (im unteren Chart blau dargestellt) und die sog. %D-Linie (im unteren Chart rot dargestellt). Beide Linien können zwischen 0 und 100 schwanken. Werte von unter 20 und über 80 gelten als Extremzonen und geben somit einen Hinweis auf einen möglichen Trendwechsel. Bei den Einstellungen der %K und der %D-Linie dürfen Sie ruhig testen, mit welchen Einstellungen Sie dem Chartverlauf am nächsten kommen. In meinem Beispiel nutze ich beispielsweise 50 bei %K und 4 bei %D.

Leider hat der Stochastik-Indikator die etwas unangenehme Eigenschaft, in starken Trends ziemlich lange in Extrembereichen zu verweilen (also unter 20 bzw. über 80). Hier kann es folglich zu verfrühten Einstiegen kommen. Das kann zur Folge haben, dass man evtl. ausgestoppt wird, obwohl sich einige Zeit später zeigt, dass man prinzipiell richtig gelegen hat.

So nutzen Sie die Stochastik zum Einstieg:
  • ein Kaufsignal entsteht, wenn die blaue Linie aus der unteren Begrenzung bei 20 nach oben ausbricht bzw. die blaue Linie die rote Linie von unten nach oben durchkreuzt.
  • ein Verkaufssignal entsteht, wenn die blaue Linie die obere Begrenzung bei 80 nach unten verlässt bzw. wenn die blaue Linie die rote Linie von oben nach unten durchkreuzt.

Diese möglichen Einstiegspunkte sehen Sie im unten dargestellten Wochenchart von NZD/CAD als rote Kreise. Vorteilhaft ist die Kombination mit einem oder zwei anderen Indikatoren, z.B. RSI und EMA. Zeigt die Stochastik beispielsweise einen long-Einstieg an, sollte gleichzeitig der RSI den Bereich um 30 von unten nach oben gebrochen haben.

Für einen möglichen Short-Einstieg gilt umgekehrt, dass der RSI den Bereich um 70 von oben nach unten gebrochen haben sollte.

 

Neuseeland Dollar gegenüber Kanadischem Dollar im Wochenchart

 

Weil der Markt immer Recht hat und sich in keinster Weise für Ihre Erwartungen interessiert, denken Sie bitte immer daran, einen vernünftigen Stopp-Loss zu setzen. Ändern Sie diesen auch im Nachhinein nicht mehr.

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Trades !

Ihr
Investmentdoktor
Andreas Orth

 

weiter geht es mit dem Relative-Stärke-Index  …….

 

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